Follower

Freitag, 7. April 2017

Rezension zu Paper Prince - Das Verlangen von Erin Watt

(Quelle: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51vXnfPiz6L.jpg)
Paper Prince - Das Verlangen von Erin Watt
Verlag: Piper Verlag
Seiten: 368
Preis: 12,99€; Ebook: 9,99€
Taschenbuch / Klappenbroschüre
Band 2

Klappentext:
Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Doch wie groß seine Liebe ist, merkt er erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden? Und wenn ja, wird er ihr Herz zurückerobern können?

Inhalt

Der 2. Band setzt mit einem kleinen Rücksprung in Bezug vom Ende des 1. Bandes an. Man wird über die letzte Szene im 1. Band aufgeklärt und erfährt aus Reeds Sicht, wie es dazu kommen konnte, dass Ella überhaupt verschwunden ist. Er trägt die Schuld für ihr Verschwinden, dementsprechend setzt er auch alles daran, sie wieder zu finden und zurück zu holen. Aber will Ella das auch? Wieder bei den Royals einziehen, dorthin, wo Reed sie zuletzt zutiefst verletzt hat?

2. Band, 2. Chance! :D Nachdem mich der 1. Band nicht so wirklich überzeugen konnte, war ich gespannt darauf, ob die Autorinnen es schaffen, das Potential, welches eigentlich in den Charakteren steckte, herauszuholen. Ich muss sagen, dass ich da noch etwas im Zwiespalt bin, da es auch erstmal wieder nur Ansätze gab, die Charaktere aber auch schnell wieder in alte Muster gefallen sind, so sind wir mit der Entwicklung nicht ganz so weit gekommen, wie ich finde.
Insgesamt war die Story wieder recht einfach gehalten und es kam des öfteren mal wieder zu widersprüchlichen Handlungen, was mich sehr gestört hat - was aber natürlich größtenteils an den Charakteren lag. Auch nicht gefallen hat mir, dass die Message "Mit Geld und Gewalt lässt sich alles lösen" vor allem auch in der Schule so stark vermittelt wurde. Für jedes Problem war die Lösung entweder Geld oder jemand wurde geschlagen oder anderweitig gedemütigt.
Insgesamt fand ich den 2. Teil vom Inhalt im Gegensatz zum 2. Band jetzt nicht so viel besser, aber schlechter war es auch nicht. Ich denke, dass mir der 2. Teil auf jeden Fall besser gefallen häte, wenn die Charaktere im 1. Band nicht schon so schwach vorgestellt worden wären und auch die Geschehnisse aus dem 1. Band nicht so herunter gespielt worden wären.

Charakere
Reed
Während er im ersten Band noch den arroganten, kaltherzigen und gemeinen Typen darstellt, der von Ella erstmal nichts wissen will, scheint er gleich eine komplette Wendung gemacht zu haben. Ich muss zugeben, dass ich darauf ja gehofft hatte. Was die Umsetzung betrifft, so war die für mich aber zu schnell und teils konnte ich ihn wirklich nicht ernst nehmen. Gleich in den ersten Seiten wird mit Kosenamen wie "Baby" oder "mein Mädchen" herum geworfen, was dann so wirkte, als würde er sie ja so vergöttern und als gehöre sie nur ihm ... ja, gut, viel hat er dafür im ersten Band aber nicht getan. Wie ja schon erwähnt, wurden des öfteren die Geschehnisse aus dem 1. Band herunter gespielt, so war es eben auch bei Reed. Als wäre er nie gemein zu Ella gewesen. Deswegen kann ich auch mit deren Bezieung nicht ganz so warm werden.
In diesem Band kamen seine guten Seiten viel öfter hervor als im ersten Band. Teils hat mir das gut gefallen, muss ich sagen, manchmal war er mir dadurch aber auch so gar nicht authentisch und so wirkte es so, als versuchten die Autorinnen den Reed aus Band 1 so gezwungen in den guten, liebevollen und netten Kerl um zu strukturieren.

Ella
Dass sie schon einiges durchmachen musste, wissen wir ja bereits aus dem 1. Band. Dafür hat sie auch meinen vollsten Respekt. Aber auch in diesem Band konnte sie mich sonst nicht wirklich überzeugen. Sie hat ihre Schwächen aus dem 1. Band noch immer beibehalten und ist da nicht wirklich raus gekommen. In ihren Handlungen ist sie doch des öfteren mal wieder widersprüchlich gewesen und ich konnte ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen. Auch wenn die Autorinnen irgendwie versucht haben, sie trotz ihrer 17 Jahre als etwas reifere und selbstbewusste junge Frau hinzustellen, war mir ihr Verhalten in so mancher Situation doch etwas zu kindisch und naiv.

Die resltichen Royal Brüder waren auch hier wieder vertreten. Mit Sawyer und Sebastian kann ich nicht wo wirklich viel anfangen, da man über ihren Charakter nicht allzu viel erfährt. Gideon bleibt mir auf ewig ein Rätsel und langweilig ist er auch gewesen. Easton hat, wie auch schon im ersten Band, etwas Stimmung mit hineingebracht. Er ist von den Geschehnissen aus dem 1. Band auch noch etwas beeinflusst und das spiegelt sich auch in seinen Handlunen wieder, die teils wirklich süß waren, manchmal war er aber auch etwas zickig, was für einen Jungen in seinem Alter jetzt vielleicht nicht ganz so attraktiv ist und mir persönlich auch nicht gefiel. :D

Der Schreibstil ist wieder relativ einfach gehalen, sodass man auch schnell voran kommt. Etwas gestört hat mich diese Umgangssprache. Klar, die Protagonisten sind noch unter 20, gehen zur Highschool, aber irgendwie hat das in dem Buch nur dafür gesorgt, dass ich sie dann nicht mehr ganz so ernst nehmen konnnte. :D

Fazit

Insgesamt hat mich Band 2 der Royal Reihe nicht viel mehr überzeugen können als der erste Band. Die Charaktere und die Story sind meiner Meinung nach einfach noch zu flach angesetzt und es war mir alles noch zu oberflächlich und widersprüchlich. Was das Ausschöpfen des Potentials bei den Charakteren angeht, konnten die Autorinnen mich nur etwas überzeugen, da es zwar tatsächlich wieder gute Ansätze gab, die Charaktere oft aber wieder in alte Muster gefallen sind. Wie schon gesagt denke ich, dass mir der 2. Teil auf jeden Fall besser gefallen hätte, wenn der erste Band anders angegangen worden wäre.
Durch den lockeren Schreibstil kommt man natürlich wieder schnell voran und somit ist der Suchtfaktor auch wieder gegeben.

*Ich möchte darauf hinweisen, dass das meine Meinung ist und ich mir dessen bewusst bin, dass jeder eine andere Meinungen dazu hat. Diese respektiere ich auch und hat nichts damit zu tun, wie die Person an sich ist. Nehmt das hier nicht persönlich und kritisiert mich nicht augrund meiner Meinung. :)*
Bewertung:

★★★☆☆

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen